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... Horrido...Joho..
...so klang es damals aus unseren Reihen. Diese Seite ist ein Versuch,
fast vergessene Namen und Geschehnisse zu erhalten.
Nach langem hin und her ist unser Uffz-Raum, die "Jägerhütte"
in Cuxhaven-Altenwalde durch OSTFw Walter Zelinsky Anfang 2004 aufgelöst
worden (wg.Kasernenschließung?). Die Erinnerungsstücke sollen
jetzt beim Heimatverein Wanna gelagert sein. Die Chronik, die über
viele Jahre gewachsen ist und ca 10 große A4-Ordner umfasst, konnte
ich aber retten. Die ersten 20 Seiten sind schon digitalisiert (PDF),
hier kann man sie aufrufen (5,5 MB) D
Gruß Jens Krummenerl
Adressdatenbank
der Ehemaligen (Hier darf sich jeder Ehemalige selbst eintragen!)
Forum für die 70er
Die PanzerJägerkompanie 70 war eine selbständige Brigadeeinheit.
Sie gehörte zu den Kampftruppen und hatte den Auftrag, den Kampf
gegen Panzer auf weite Entfernung zu führen. Als Schwerpunktwaffe
der Panzerabwehr verstärkte sie die Kampftruppenbataillone der Brigade.
Die Panzerjägerkompanie 70 ging aus dem Panzerjägerlehrbataillon
in BREMEN-GROHN hervor, das im Mai 1956 aufgestellt wurde. 1958 wurde
die 1. Kompanie aus dem Panzerjägerlehrbataillon ausgegliedert und
in den Standort MUNSTER verlegt. Im April 1959 erfolgte die Umbenennung
in Panzerjägerkompanie 70. Im Zuge der Aufstellung von Heeresbrigaden
wurde die Kompanie der Panzergrenadierbrigade 7 unterstellt. Sie verblieb
jedoch als Lehreinheit bei der Panzerabwehrschule, später Kampftruppenschule
II und ab 1972 bei der Panzerlehrbrigade 9 in MUNSTER.
Als Lehreinheit galt es, besonders technische Neuerungen und taktische
Veränderungen im Bereich der Panzerabwehr im Rahmen von Lehrübungen
und Modellversuchen vorzubereiten und zu erproben.
Darüber hinaus wurde der Grundausbildungsauftrag für Panzerjägerschützen
auf dem Kanonenjagdpanzer durchgeführt. 1979 endete der Lehrauftrag
für die Kompanie, die anschließend im Rahmen der Heeresstruktur
V umgliederte, der Panzergrenadierbrigade 7 rückunterstellt und in
den Standort ALTENWALDE verlegt wurde. 1985 erfolgte die Umrüstung
auf den neuen Raketen-jagdpanzer Jaguar 2.
Die Kompanie gliederte sich in eine Kompanieführungsgruppe, vier
Panzerjägerraketenzüge, den Sanitätstrupp, die Nachschubgruppe,
Instandsetzungstrupp und den Bergetrupp.
Am 01.01.1993 gliederte die Kompanie erneut um. Sie wurde mit dem Raketenjagdpanzer
Jaguar 1 (HOT) ausgerüstet. Mit gleichem Datum fand der Unterstellungswechsel
von der Panzergrenadierbrigade 7 unter das Kommando der Panzergrenadierbrigade
32 (SCHWANEWEDE) statt. Somit waren für die Kompanie die Voraussetzungen
für die Umgliederung des Heeres In die Heeresstruktur 5 geschaffen.
In der neuen Struktur vergrößert sich die Kompanie um 1 stellvertretenden
Kompaniechef (V)und 1 Raketenzug (V) die im Verteidigungsfall aktiv werden
sollten. Das Gerät der Raketenzüge war bereits in der Kompanie
vorhanden.
Mit Wirkung vom 30.September 1996 wurde die Panzerjägerkompanie 70
nach über vierzigjährigem Bestehen aufgelöst.
Die Geschichte der Kompanie war geprägt von einer großen Zahl
von Übungen auf allen Ebenen bis zur Brigade, von Lehrübungen,
Gefechtsschießen, Truppenübungsplatzaufenthalten und anderen
großen Vorhaben. Wie ein roter Faden ziehen sich von Anfang an Leistungsbereitschaft,
ein hoher Ausbildungsstand und Führungskönnen durch diesen Alltag,
dessen Herausforderungen routiniert und effizient bewältigt wurden.
14.10.2002
Hallo OFw a.D,
bin über das Kp-Verzeichnis von panzerjaeger.info auf Deine Seite
gestoßen und wollte mal die Idee loben, etwas zur Erhaltung der
Erinnerung an die glorreiche PzJgKp zu tun. Es war - auch und gerade -
im Bezug auf die weitere Dienstzeit beim PzBtl 74 eine super Zeit.
Ist Dir vielleicht bekannt was aus dem Traditionsraum wird?Ich weiß
nicht, wer hierfür die Veratwortung (Schlüssel) übernommen
hat, denn soweit ich weiß, war Reinhard Schmidt der letzte (in)aktive
PzJg. Wäre schade, wenn irgendjemand mit einem Container alles leerräumt
! Bei einem Umzug, oder Verpackung der Sachen stehe ich selbstverständlich
zur Verfügung. Wäre schön, wenn Du mir schreibst, wenn
es diesbezüglich irgendeine Regelung gibt. Als dann, Horrido Joho!
NAME: Sven Prüsch
EMAIL: sven@pruesch.net
HOMEPAGE: http://www.pruesch.net
30.01.2003
Hallo Herr Krummenerl,
die Welt ist klein – und Sie mir noch in guter Erinnerung.
Ich bin am Wochenende auf der Suche nach einem Spielzeug für meine
Tochter durch einen Spielwarenladen gegangen und vor einem Revell-Modell
des Kampfpanzers Leopard 1A5 stehengeblieben.
Besonders faszinierte mich die Tatsache, dass ein Panzer des Panzerbataillons
14 dargestellt wurde. Da wurden wieder alte Erinnerungen wach... . Es
gab ja auch ein Leben vor der Zeit als Panzerjäger.
Gerade habe ich Mittagspause und recherchiere so ein bischen im Internet
die Stationen des früheren Lebens. So bin ich auch auf Ihre Seite
gestossen. Gut gemacht und gute Idee. Habe an Ihrem Profil gesehen, dass
Sie dies jetzt hauptberuflich machen – wollten Sie damals nicht in die
Cuxhavener Stadtverwaltung?
Schon interessant, was aus wem geworden ist. Wie bereits gesagt, die Welt
ist klein. Inzwischen wohne ich bei Hamburg, letztes Jahr beim Einkauf
im Ahrensburger Marktkauf denke ich „das Gesicht kommt Dir irgendwie bekannt
vor...“ und es stellt sich heraus, dass es SU Stüvens (?) aus der
Inst ist . Hat es eigentliche eine Chronik der PzJgKp gegeben oder Jahreszeitschriften?
Diese könnte man doch, falls sie überhaupt greifbar sind, als
pdf-Datei oder wie auch immer in diese Seite einbinden (und auch ein Bild
vom „guten“ Panzerjägerwein) ?
Bin jedoch „schockiert“ dass ich in der Liste nicht auftauche. Ihre Seite
ist bereits als Favorit gespeichert, insofern werde ich ab und zu mal
vorbeischauen. Soviel fürs erste.
Mit freundlichen Grüßen
Ingo Schölzel
damals OLT ZgFhr II. Zug und stellv. KpChef (das Gedächtnis, aber
ich glaube Sie und Gontermann hatten den I. Zug?)
24.01.2003
Von: Gerhard.Hellfeuer@t-online.de [mailto:Gerhard.Hellfeuer@t-online.de]
Gesendet: Freitag, 24. Januar 2003 16:08
An: jens@krummenerl.de
Betreff: Panzerjägerkompanie 70
Hallo Panzerjägerkamerad Krummenerl !
Im Internet habe ich nun etwas über die PzJgKp.70 in Erfahrung gebracht.
Welche Freude. Ich selbst bin ehemaliges Mitglied der PzJg( Lehr )Kp.70,
Munster. Meine Zeit in der BW war von Okt.1957 - Okt. 1960.Eingerückt
bin ich im Okt.1957 in die 2.Kp.PzJg( Lehr ) Btl., Bremen - Grohn. In
der Grundausbildungszeit wurde ich zusätzlich als Lenkschütze
an der Lenkrakete SS 10 ausgebildet. Im März 1958 kam die Verlegung
des PzJg( Lehr ) Btl.nach Munster / Lager und ich wurde dann mit mehreren
Kameraden von der 2.Kp. zur 1.Kompanie versetzt, der späteren PzJg(
L ) Kp.70. In dieser Kp. war ich dann u.a.mit Horst Nilgens und Rolf West
zusammen. Im Okt.1960 habe ich dann die BW verlassen.
Zurzeit denke ich darüber nach, meine Zeit bei den PzJg in schriftlicher
Form festzuhalten. Da gibt es sehr viel Amüsantes aber auch Trauriges
zu berichten. Diese Dokumentation habe ich mir vorgenommen. Von meinem
Freund Horst Nilgens habe ich erfreulicherweise die " Chronik der
Panzerjägerkompanie 70 "erhalten. Der Teil , den Standort Munster
betreffend, ist jedoch etwas knapp.Bei der Verabschiedung von Horst Nilgens
1990 war ich in Cuxhaven Gast. Habe dabei auch Hptm Bauer kennengelernt.
Ende Mai 1991 war ich dann mit ca. 20 Mann der Reservistenkameradschaft
Heubach beider PzJgKp 70 in Cuxhaven.
Im Juni 2001hatte ich meine ehemalige Panzerbesatzung aus Munster, nach
über 40 Jahren, privat zu mir eingeladen, samt Ehefrauen. Das war
ein Wiedersehen. Natürlich habe ich einige Anschriften der ehemaligen
70 - er aus Munster. Darunter der damalige KpChef Olt. Odendahl, jetzt
Generalleutnant a.D. Auch möchte ich Ihnen für Ihre bisherige
Arbeit über die PzJgKp 70 danken. Ich selbst bemühe mich weiterhin
Näheres über die Panzerjägerei der Kp 70 in Erfahrung zu
bringen. Selbst im Militärarchiv in Freiburg habe ich schon nachgeschaut.
Dort ist aber kaum etwas vorhanden. Vielleicht ist da Horst Nilgens eine
gute Quelle.
Mit kameradschaftlichen Grüssen !
Gerhard Hellfeuer, SU d.R.
12.04.2004
Lieber Jens Krummenerl, das war ja vielleicht eine Überraschung,
als ich zufällig heute die Seite der PzJgKp 70 gefunden habe. Der
Grund für meine Überraschung: von September 1967 bis Mai 1968
war ich als Gefreiter Angehöriger der damaligen PzJg(L)Kp 70, die,
zusammen mit der PzJg(L) 90 und der LLPzAbw(L)Kp 270, in der Hindenburg-Kaserne
das PzJg(L)Btl bildete. Die 70 war eine Kanonen, die 90 eine Raketen (SS11)
und die 270 eine gemische Kp PzAbwLenkRak Bölkow 810 und 110 mm LGS
auf Munga.
Mein Zugführer war seinerzeit Lt Henneke, stv. ZgFhr Fw van den Engel,
Spiess Horst Nielgens, mein GrpFhr SU Ossig.
Im Mai 68, nach dem Uffz-Lehrgang, blieb ich als Ausbilder in der VII.
Insp. (PzJg) an der KTS III (das Gebäude war direkt neben der Lehr
70, wie wir damals sagten), bis ich ab Januar 1969 in der 5./PzGrenBtl
142 Koblenz meine Restdienstzeit als SaZ 4 beendete.
Ja, und immer, wenn ich mit alten PzJg spreche, glaubt mir kein Aas, daß
es tatsächlich vor Urzeiten ein PzJg(L)Btl gab.
Unser Patenort war, wenn ich mich recht erinnere, Rosche (stimmt das?).
Na, jedenfalls würde ich mich als inzwischen alter Knabe (Jahrgang
1948) sehr freuen, wenn ich gelegentlich wieder einmal etwas von der nie
vergessenen PzJg 70 hören würde, oder, wenn mir irgendjemand
mal ein Bild vom Kanonenjäger schickt, ich habe leider keines.
Ich grüße Sie mit einem kräftigen Horrido
Ihr
Dr. Michael R. Heinz, Oberst dR
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